DIN 18008 – Glas im Bauwesen

DIN 18008 – Glas im Bauwesen – regelt in den Teilen 1 bis 6 die Bemessung und die Konstruktion im Glasbau. Die planmäßige Überarbeitung der Teile 1 und 2 ist nahezu abgeschlossen. Mitte 2019 wurden diese Teile erneut als Entwurf der Öffentlichkeit vorgelegt. Die bauaufsichtliche Einführung von Teil 6 wird zeitnah erwartet. In der Weiterbildungsveranstaltung wird der aktuelle Stand der Normenteile ausführlich erläutert. Dies geschieht anhand zahlreicher prüffähiger Berechnungen aus der Baupraxis. Linienförmig gelagerte Verglasungen werden in Konstruktion und Bemessung schrittweise dargestellt und erklärt. Neu entwickelte numerische und vereinfachende statische Verfahren können für den Nachweis absturzsichernder Verglasungen durch den Tragwerksplaner verwendet werden, und sind anhand von Beispielen ein Schwerpunkt der Veranstaltung. Ein besonderes Thema ist das Kleben von Glas, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Anhand von Projektbeispielen werden Nachweise, die damit verbundenen baurechtlichen Genehmigungsschritte sowie die qualitätssichere Prozessorganisation beim Kleben erläutert.

Weiterer Schwerpunkt des Tagesseminares sind baurechtlich vorgeschriebene experimentelle Nachweise der Trag- und Resttragfähigkeit von Glaskonstruktionen. Innerhalb eines Glaspraktikums am Nachmittag werden solche Prüfungen in der Versuchshalle des Institutes vorgeführt und die Möglichkeit geboten, typische Brucheigenschaften von Glas unmittelbar zu erleben. Für innovative Glasbaukonstruktionen ist weiterhin ein Anwendbarkeitsnachweis in Form einer vorhabenbezogenen Bauartgenehmigung erforderlich. Entsprechende Bauteilversuche werden ebenfalls in der Versuchshalle des Friedrich-Siemens-Laboratoriums gezeigt.

 

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